Schabziger

22. Juni 2009

Mänus Plädoyer in Ehren — mich hat der Schabziger einmal fast das Leben gekostet. Es war in der düsteren, feldgrünen Vorzeit, an die ich mich nur ungern erinnere und die ich erstaunlich erfolgreich verdrängt habe. Noch etwas verschlafen stand ich in der Reihe der Kameraden; die Schlaftrunkenheit sei mir verziehen, schliesslich begab sich, was ich zu erzählen habe, zu nachtschlafener Zeit lange bevor der Morgen graute. Eben hatte ich — wie jeden Tag — ein Chacheli mit der Brühe gefüllt, die sie Kaffee nannten, oder vielleicht auch mit einer Kelle der Flüssigkeit aus dem Kessel daneben, die als Schoggimilch bezeichnet worden ist, obwohl sie vermutlich weder noch enthielt. Ich legte sodann drei Stück leicht angetrocknetes Ruchbrot aufs Tablett. Und gerade als ich einen Löffel der süssen und weitgehend fruchtlosen Konfi nehmen wollte, die ich seit Wochen schon jeden Morgen aufs Trockenbrot strich, gewahrte ich den Käse. Käse! Nach all den Wochen gönnte man uns einmal Käse! Ich griff zu. Der Tag schien gerettet. Ich suchte mir einen Platz, setzte mich hin. Voller Vorfreude packte ich den Käse aus und biss beherzt und vielleicht fast etwas gierig hinein. Dann würgte ich.

Das war meine erste Bekanntschaft mit dem Schabziger. Meine Glarner Freundin brauchte Jahre, um mich von diesem Trauma zu heilen und mir den Schabziger zumindest homöopathisch dosiert in Form von Zigerhöreli wieder schmackhaft zu machen.

Die Glückssträhne

21. Juni 2009

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Die ahnungslosen Touristen hatten eine Glückssträhne. Voll beladen mit Schweizer Fähnchen, Käse und Energydrinks zogen sie schliesslich von dannen.

Mein Paris

2. Juni 2009

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Hier gab es lange nicht viel zu lesen. Der Grund ist, dass ich am Schreiben bin. Ich habe mich hier in Paris einquartiert und arbeite an einer Seminararbeit und einer Lizarbeit zur elektronischen Zeitung auf Lesegeräten (E-Reader).

Von Paris habe ich bislang noch nicht allzu viel gesehen — ausser natürlich das Panthéon, auf das ich einen direkten Blick habe.

Anprobe

4. Mai 2009

Anprobe

Bildrätsel

2. Mai 2009

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Welcher Begriff ist gesucht?
(So saumässig schwierig ist das Rätsel auch wieder nicht…)

Vielleicht nächstes Mal…

18. April 2009

Grand Prix von Bern

Alle Jahre wieder: Vielleicht nächstes Mal…

Interview Sean Moss-Pultz

3. April 2009

Sean Moss-Pultz at Openexpo

Yesterday, Sean Moss-Pultz, president of the start-up Openmoko, did hold the keynote at the Openexpo in Berne. He said in his speech that the company had to delay the development of the new Smartphone GTA03 in favor of an other product. Later in a face to face interview he said that almost half of the people working for the company were leaving or had to leave.

You will find more information in my article at Bernerzeitung.ch. And here is a short clipping out of the interview with Sean Moss-Pultz.

Befragung mit Problemen

27. März 2009

Derzeit führe ich eine Befragung für meine letzte Seminararbeit durch. Dazu habe ich auf meinem gemieteten Server-Plätzchen bei einem Günstig-Provider (Shared Hosting) die Befragungssoftware Limesurvey installiert. Über längerer Zeit habe ich an der Umfrage gefeilt und sie mehrmals getestet und testen lassen.

Am Dienstag hat der Moderator einer bestimmten Facebook-Gruppe den Link dann an die Gruppenmitglieder verschickt. (Ich brauche eine definierte Grundgesamtheit. Die Facebook-Gruppe eignet sich gut dafür, da ihre Mitglieder gut meinen Kriterien zu entsprechen scheinen.)

Kurz darauf kam es offenbar zu ersten Server-Ausfällen. Die Anzahl der Umfrage-Abbrecher war höher als die Anzahl derjenigen, die die Umfrage abgeschlossen haben. Offenbar beendete der Server in mehreren Fällen die Umfrage. Oder er war unerträglich langsam.

Tags darauf fragte ich beim Webspace-Provider nach. Der Techniker bestätigte mir, dass der Server am Limit gelaufen sei. Ein Mitarbeiter sei den halben Abend damit beschäftigt gewesen, den Server zu stabilisieren, damit es nicht zu Ausfällen auf anderen Websites komme. Ich fragte daraufhin, was er mir rate. Allenfalls könnte ich die Umfrage-Software wechseln, sagte er mir. Das ist während der laufenden Umfrage aber kaum möglich. Weitere Ratschläge konnte er mir nicht erteilen.

Am Donnerstag morgen hat sich eine weitere Teilnehmerin über den langsamen Server beschwert. Ich habe deshalb bei den Entwicklern der Umfrage-Software nachgefragt. Diese waren erstaunt über die Probleme. Die Software gelte als sehr schnell und könne weit mehr als die paar gleichzeitigen Nutzer bei mir verarbeiten. Sie baten mich beim Server-Betreiber nach den Log-Dateien zu fragen.

Ein Techniker des Providers hat sich das Problem daraufhin nochmals angeschaut. Die Herausgabe von Logs mache keinen Sinn, da darin die Überlastung nicht zu sehen sei, sagte mir der Support-Mitarbeiter. Der Server werde aber genau überwacht. Und wenn man dem Problem auf die Schliche komme, melde man sich.

Zwei Kollegen, die ein bisschen etwas von Server verstehen, orteten das Problem eher beim Shared-Hosting als bei der Software. Bei Discountanbietern liefen auf einem Server bis zu 2000 Kundenaccounts, schrieb einer. Sobald mehrere Kunden eine Anwendung, die etwas Rechenleistung benötigt, laufen liessen, komme es zu Problemen. “Das Ganze liegt zu 99 Prozent nicht am Survey sondern an der Anzahl Kundenaccounts auf dem Rechner.”

Mittlerweile kommen nur noch vereinzelt Umfrage-Teilnehmer vorbei. Der Server scheint wieder stabil zu laufen. Ich beobachte die Sache nun noch zwei Tage. Und wenn bis dahin nicht genügend Antworten zusammen gekommen sind, muss ich wohl vor dem Verschicken eines Reminders noch einen Provider-Wechsel oder ein Upgrade in Betracht ziehen.

Vielen Dank allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Befragung für Ihre Geduld. Ich hoffe, dass die Fragen nun ohne Unterbruch beantwortet werden können. Als Vorsichtsmassnahme macht es allenfalls Sinn, nach den Frageblöcken jeweils den “Zwischenspeichern”-Knopf zu drücken.

Nachlese

24. März 2009

Lange, lange habe ich die Rubrik “Nachlese” vernachlässigt. Ich erwecke sie nun zu neuem Leben. Hier eine Rückschau auf die Artikel, die in den letzten paar Wochen in der Berner Zeitung erschienen sind.

Endlich gibts Lesefutter (10.03.2009)
Lesegeräte gab es zwar schon einige. Aktuelle Literatur in elektronischer Form aber kaum. Doch das ändert sich nun mit dem E-Book-Markteintritt von Sony.

Webflaneur: Die grosse Frage (10.03.2009)
Der Webflaneur will Leute befragen. Deshalb fragt er sich, wie er das am besten macht.

Abendessen in der WG (19.03.2009)
Budenessen im kleinen Rahmen: Zwei Kolleginnen, mein Chef und ich haben uns gegenseitig zum Abendessen eingeladen. Daraus entsteht die Serie “Das Anfängerdinner”. In der ersten Folge kocht meine Kollegin in der engen WG-Küche eine exquisite Vorspeise. Und ich komme zu spät.

Velokette: Abgekapselt. Oder ersetzt (23.03.2009)
Dreckige Hände, verschmierte Hosen: Damit ist es nun vorbei. Das versprechen zumindest einige Fahrradfabrikanten. Sie haben die Kette abgekapselt, durch eine Kurbel oder einen Riemen ersetzt.

Webflaneur: Zeit zum Zwitschern (24.03.2009)
In der aktuellen Kolumne stellt der Webflaneur erstaunt fest, dass Twitter plötzlich wieder hoch im Trend liegt. Warum, das kann ihm auch sein Kollege Blogger nicht schlüssig erklären.

Die Ampel

26. Februar 2009

Komische Ampel-Schaltung

Ein Auto, das von der Lorrainebrücke her kommend in die Engehaldestrasse abbiegen will, hat grün. Die Fahrer werden von einem orangen Blinklicht gewarnt, dass die Fussgänger gleichzeitig grün haben. Will der Automobilst hingegen in die Neubrückstrasse unmittelbar daneben einbiegen, muss er nicht aufpassen: Die Fussgängerampel steht auf rot. Soweit so verwirrend.

Für die Fussgänger ist das ziemlich mühsam. Während sie den ersten Fussgängerstreifen überqueren, schaltet die Ampel beim zweiten auf rot. Man wartet ein erstes Mal. Sobald die Ampel wieder auf grün steht, schaltet die des dritten Fussgängerstreifens auf rot. Und man wartet ein zweites Mal.

Manchmal leuchten mir die Anlagen der Verkehrsplaner einfach nicht ein…