Lizenziatsarbeit "Zeitung der Zukunft"

Die Tageszeitungen stehen unter Druck: Die Lesergemeinde schrumpft. Und immer mehr Werbetreibende setzen statt auf die Zeitung auf elektronische Medien. Um fortbestehen zu können, muss sich die Tageszeitung weiter entwickeln. Sie muss digital werden.

In meiner Lizenziatsarbeit am Departement für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Universität Freiburg habe ich einen Versuch mit einer digitalen Zeitung durchgeführt. Während der Testperiode wurde eine digitale Version des Tages-Anzeigers produziert. Die Testpersonen konnten dieses E-Paper herunterladen und auf ein zur Verfügung gestelltes Lesegerät kopieren. Im Anschluss an den Versuch wurden die Testpersonen befragt. Zudem wurde anhand aufgezeichneter Nutzungsdaten ausgewertet, welche Inhalte die Testpersonen geöffnet hatten.

Die vollständige Arbeit steht nun zum Abruf bereit.

Zeitung der Zukunft — Zukunft für die Zeitung? Was Leserinnen und Leser von einer digitalen Zeitung erwarten. (PDF-Format, 4,5 MB)

Ganz herzlich danken möchte ich allen, die mich bei Realisierung der Lizenziatsarbeit unterstützt haben: insbesondere den Testteilnehmerinnen und Testteilnehmer für ihre Zeit und ihr Engagement, Lucia Probst für ihre Unterstützung während des langen Projekts, Andreas Reufer fürs Programmieren, Ernst Born für die statistische Hilfe bei der Datenauswertung, David Haberthür und Sven Johner für Tipps zum Tex(t)satz, Ruth Born fürs Korrekturlesen, dem Verlag Tamedia für die Inhalte, der Firma TicinOnline fürs Produzieren der elektronischen Zeitungen, René Lutz von Graphicart Prepress fürs Vermitteln der Lesegeräte und meinem Professor Louis Bosshart für die Ab- und Annahme der Lizenziatsarbeit. Herzlichen Dank!

Klassenzusammenkunft

Märcu und Ädu entfliehen in die Ferne. Und Üelu feiert lieber im Chrachen. Aber alle anderen, die mit uns die Schulbank gedrückt haben, hoffen wir an der Klassenzusammenkunft zu sehen. „Nein, schreibs nicht so unverbindlich“, wendet Monä ein. „Schreib besser: ‚Dass mir nur ja keiner fehlt! Absenzen werden nicht gewährt! Ich habe das Klassenbuch!“ Und noch während ich tippe, sagt Monä: „Jetzt musst du schreiben, wo die Klassenzusammenkunft stattfindet.“ Ruhig, ruhig, das kommt ja gleich. Also: Wir treffen uns nach dem Mechiuche-Märit — also am 5. September ab 17 Uhr — zum Bräteln im Garten meiner Eltern am Reuelweg. Falls es regnet schlüpfen wir im Wintergarten unter. „Vergiss nicht zu schreiben wegen dem Buffet“, sagt Monä. Ja, wegen des Buffets (Genitiv, liebe Monä): Darauf hat es Platz für Beigemüse, Salate und Desserts. Trage einfach unten ein, was du bringst. Monä will das so. Was sagst du? Ja, früher war sie spontaner. Das muss das Alter sein, oder die langjährige Erfahrung als Familien-Managerin. „Hör jetzt auf zu lästern“, sagt Monä resolut. Gut, lassen wir das. Apropos Beigemüse: Schreib doch auch noch hin, falls du gleich mit der erweiterten Grossfamilie antanzen willst. „Und nun noch die Getränke.“ Ach ja, die Getränke — Monä kümmert sich darum. Sie karrt die Tranksame im Kombi (oder was auch immer sie jetzt fährt) an. Sie stelle dann ein Kässeli hin, sagt sie. „Und das Ganze ist einfach spontan und unkompliziert“, sagt sie. „Schreib das auch noch.“ Und man glaubt es kaum. Jetzt fällt sogar ihr nichts mehr ein.

Kurz und gut: Klassenzusammenkunft, SA 5. September ab 17 Uhr bei Borns am Reuelweg. CU.

Seminararbeit: Zeitung der Zukunft — Zukunft für die Zeitung?

Die Seminararbeit, die ich in meiner Zeit in Paris geschrieben habe, ist von der Uni angenommen worden. In der Arbeit beschäftige ich mich mit der Frage, ob Lesegeräte der Zeitung neue Perspektiven eröffnen könnten. Dazu habe ich im Frühling eine Online-Befragung durchgeführt. Die Arbeit ist unter dem untenstehenden Link abrufbar.

Herzlichen Dank an alle, die sich die Zeit genommen und den Fragebogen ausgefüllt haben. Ich freue mich über Rückmeldungen.

Seminararbeit: Zeitung der Zukunft — Zukunft für die Zeitung?
(Die Arbeit steht unter der Creative-Commons-Lizenz By-Nd.)

Schabziger

Mänus Plädoyer in Ehren — mich hat der Schabziger einmal fast das Leben gekostet. Es war in der düsteren, feldgrünen Vorzeit, an die ich mich nur ungern erinnere und die ich erstaunlich erfolgreich verdrängt habe. Noch etwas verschlafen stand ich in der Reihe der Kameraden; die Schlaftrunkenheit sei mir verziehen, schliesslich begab sich, was ich zu erzählen habe, zu nachtschlafener Zeit lange bevor der Morgen graute. Eben hatte ich — wie jeden Tag — ein Chacheli mit der Brühe gefüllt, die sie Kaffee nannten, oder vielleicht auch mit einer Kelle der Flüssigkeit aus dem Kessel daneben, die als Schoggimilch bezeichnet worden ist, obwohl sie vermutlich weder noch enthielt. Ich legte sodann drei Stück leicht angetrocknetes Ruchbrot aufs Tablett. Und gerade als ich einen Löffel der süssen und weitgehend fruchtlosen Konfi nehmen wollte, die ich seit Wochen schon jeden Morgen aufs Trockenbrot strich, gewahrte ich den Käse. Käse! Nach all den Wochen gönnte man uns einmal Käse! Ich griff zu. Der Tag schien gerettet. Ich suchte mir einen Platz, setzte mich hin. Voller Vorfreude packte ich den Käse aus und biss beherzt und vielleicht fast etwas gierig hinein. Dann würgte ich.

Das war meine erste Bekanntschaft mit dem Schabziger. Meine Glarner Freundin brauchte Jahre, um mich von diesem Trauma zu heilen und mir den Schabziger zumindest homöopathisch dosiert in Form von Zigerhöreli wieder schmackhaft zu machen.

Mein Paris

paris

Hier gab es lange nicht viel zu lesen. Der Grund ist, dass ich am Schreiben bin. Ich habe mich hier in Paris einquartiert und arbeite an einer Seminararbeit und einer Lizarbeit zur elektronischen Zeitung auf Lesegeräten (E-Reader).

Von Paris habe ich bislang noch nicht allzu viel gesehen — ausser natürlich das Panthéon, auf das ich einen direkten Blick habe.