Weblog: Der erleuchtete Computer

Fräsen, feilen, färben. An diesen Rechnern haben sie wohl lange gewerkelt. Jetzt stellen die Bastler ihre Meisterwerke auf der Cebit aus. Der Berner Zeitungblogger staunt: Rot, grün, blau strahlen die Rechner. Einige haben Lüfter wie Turbinen. In einigen blubbert Flüssiges. Einer steckt in der Büste einer Schaufensterpuppe. Der Zeitungsblogger vergisst den ganzen Trubel in Halle 27, wo die Computerspieler ihre Europameisterschaften austragen und die hübschen Töchter Hannovers in Tarnkleidchen für Kampfspiele in den Werbefeldzug stöckeln. Das alles verblasst, als er sich vom Besucherstrom an den spektakulären Exponaten vorbeitreiben lässt. Die Bastler haben Löcher in Wände gefräst, Fenster eingebaut, Platinen beleuchtet. Sie haben abgefahrene Gehäuse konstruiert – oder Harassen, Kaffeautomaten, Mülleimer zweckentfremdet. Case-Modding nennen sie das. Online treffen sie sich auf Tweaker, Exclaim, Modding-FAQ.

Löten, leimen, lackieren. Auf der Cebit gibts nicht nur eine Schönheitskonkurrenz für intakte PC. Mach flott den Schrott, reimt Heise und sucht die tollkühnsten Schrottobjekte. Die Presverleihung findet am Mittwoch um 12 Uhr statt, direkt übertragen im Internet.

Schrauben, stanzen, schleifen. Der Zeitungsblogger ist längst zuhause, als auf der Cebit die schönsten Rechner gekürt werden. Oben auf dem Podest steht der der holländische Aquariums-PC – der Blogger sucht ein Bild davon. Marc Voser alias Besi aus der Schweiz landet auf Rang 2. Der Blogger jubliliert. Und er guckt sich unter auf Besis Website an, wie dieser den PC gebaut hat. Nun begreift er auch, warum Besi ihn keinesfalls verkaufen will – den Computer in den er volle 380 Arbeitsstunden investiert hat.

Meine Kolumne Weblog erscheint wöchentlich im Bund Showtime der Berner Zeitung. Der oben stehende Text wurde am 16. März 2005 in der BZ sowie auf Espace.ch veröffentlicht. Einige Tage nach der Publikation erscheinen die Weblogs jeweils hier auf borniert.com.

Weblog: Im Lernrausch

«Klar gibts einen Lernrausch», sagt André Caradonna. «Hattest du noch nie einen?» Der Berner Zeitungsblogger nimmt einen Schluck Kaffee. Andy muss es wissen, denkt er. Der hat neulich sein Studium abgeschlossen. Und der beschäftigt sich seit 1999 intensiv mit Lernrausch.ch. Entstanden sei die Idee zur Austausch-Plattform eher in einer Kater- denn in einer Feststimmung, erzählt Andy: Er habe wegen Nebenjobs Vorlesungen verpasst. Damit er die Prüfungen gleichwohl machen konnte, habe er Vorlesungsmitschriften von Kommilitoninnen und Kommilitonen kopiert. Mit Lernrausch.ch sei ein solcher Austausch einfacher. Die Plattform sei praktisch für Studierende, die ihren Lebensunterhalt selbst bestritten – und insbesondere jetzt wichtig, da mit der Bologna-Reform die Stundenpläne dichter würden, sagt Andy. «Lernrausch.ch ist das Schweizer Sackmesser der Studierenden.»

Es gibt noch mehr solcher Sackmesser: Wer auf der Suche nach Haus- oder Seminararbeiten ist, schaut bei der Börse von Hausarbeiten.de vorbei. Ein umfangreiches Portal zu beinahe allem, was Studentinnen und Studenten so treiben, ist Studisurf.ch: Hier werden Lizenziatsarbeiten und allerlei anderes verkauft, Notizen getauscht, Jobs vermittelt und die «beste Studi-WG» gekürt. Und hier stehen Texte der Lieblingsschreiber des Zeitungsbloggers: Tagi-Magi-Michèle sinniert in ihrer Gastkolumne über die Fress- und Putzgewohnheiten in ihrer Kommune. Und BZ-Schorsch fordert eindeutig zweideutig «Frühfranzösisch für alle».

Zurück zu Lernrausch.ch: Heute stehen dort 300 Zusammenfassungen aus 15 Studienrichtungen zum Herunterladen bereit – derzeit vorwiegend zu Vorlesungen an der Uni Freiburg. Doch nun hat Andy auch einen Bereich für Berner Studierende eingerichtet. Zudem hat er ein Wiki aufgeschaltet, wo Gruppen gemeinsam Seminararbeiten schreiben können. Nein, Andy scheint nach seinem Lernrausch keinen Kater zu haben. Das beruhigt den Berner Zeitungsblogger. Er freut sich auf den eigenen Lernrausch.

Meine Kolumne Weblog erscheint wöchentlich im Bund Showtime der Berner Zeitung. Der oben stehende Text wurde am 9. März 2005 in der BZ sowie auf Espace.ch veröffentlicht. Einige Tage nach der Publikation erscheinen die Weblogs jeweils hier auf borniert.com.

Cebit 2005

Die Flaggen flattern im Wind. Die Unternehmensvertreter, die Hostessen, die Arbeiter eilen aus der Stadtbahn durch den Regen auf das Messegelände. Dort herrscht bereits emsige Betriebsamkeit: Lieferwagen und Lastwagen kurven herum. In den Hallen montieren Arbeiter Stände, ziehen Kabel, drapieren Geräte. Am Donnerstagmorgen muss alles bereit sein. Dann öffnet die weltgrösste Computer- und Telekommunikationsmesse Cebit in Hannover ihre Tore.

Die Messeveranstalter sind zuversichtlich, auch wenn die Ausstellungsfläche nochmals minim kleiner geworden ist und einige grosse Unternehmen ihren Auftritt abgesagt haben. Denn es haben sich dieses Jahr mit 6 270 Ausstellern 161 mehr als im Vorjahr angemeldet. Rund die Hälfte aller Aussteller reist aus dem Ausland an: An der diesjährigen Cebit werden Unternehmen aus 69 Ländern erwartet. Stark vertreten sind solche aus dem asiatisch-pazifischen Raum. In der Länderstatistik liegt Deutschland vor Taiwan, China, den USA und Südkorea. Die Veranstalter erwarten 500 000 Besucher bis zum Ende der Cebit am 16. März.

Ein Gerät für alles
Während sieben Tagen werden die Hersteller demonstrieren, wie die ehemals getrennten Welten der Informatik, der Telekommunikation und der Unterhaltungselektronik zusammenwachsen. Revolutionäres ist wenig zu erwarten, dafür endlich praxistaugliche und marktfähige Geräte und Programme. Die Hersteller werden Handys zeigen, die wirklich als Ersatz für die Fotokamera, den CD-Spieler, das Radio taugen — und mit denen man zudem noch fernsehen, E-Mails schreiben und im Web surfen kann. Sie werden Mobiltelefone für das neue UMTS-Netz lancieren — und mit multimedialen Diensten die Kunden vom Nutzen des neuen Netzes zu überzeugen versuchen. Sie werden Telefone zeigen, mit denen man nicht nur über die normale Leitung sondern auch über das Internet telefonieren kann. Sie werden Computer für das Wohnzimmer präsentieren, schnellere Prozessoren, grössere Bildschirme, neuartige Kameralinsen, mögliche DVD-Nachfolger, Periferiegeräte, neue Software. Sie werden komplexe Programme für grössere Unternehmen und Verwaltungen demonstrieren. Und sie werden zeigen, wie Unternehmen ihre Daten effizient sichern und schützen können. Kurz: Die Anbieter werden jene Produkte zeigen, die der Informations- und Telekommunikationsbranche endlich einen zweiten Frühling bescheren sollen.

Zeichen des Frühlings
Willi Berchtold sieht diesen Frühling nahen: «Die Branche hat die Schwächephase der Jahre 2001 bis 2003 endgültig überwunden», sagt der Präsident des deutschen Branchenverbandes Bitkom. Die Konsumenten liessen sich wieder für neue Technologien begeistern – für Kamerahandys, Multimediaplayer, Breitbanddienste. Auch kleine und mittlere Unternehmen investierten wieder in ihre Computer- und in ihre Telekommunikationsinfrastruktur. Der Hardware-Markt entwickle sich zwar nur «moderat im Plus». Dafür werde aber in Programme und Sicherheitslösungen investiert — und in Dienstleistungen: Etliche Verwaltungen und Unternehmen lagerten die Betreuung der Computer und der Netzwerke an spezialisierte Unternehmen aus.

Das stimmt den Branchenverband zuversichtlich. Bitkom erwartet dieses Jahr im deutschen Markt ein Wachstum von 3.4 Prozent — ein dreimal höheres Wachstum als in der Gesamtwirtschaft. Erstmals seit Jahr 2000 werde die Branche wieder neue Arbeitsplätze schaffen können, so Berchtold. Die Kehrseite der Medaille sei aber, dass dieses Wachstum Begehrlichkeiten bei Verwertungsgesellschaften, Überwachungsbehörden und der Politik wecke. Bereits heute empfänden die Mitgliedsunternehmen die Politik als das grösste Hemmnis im Markt. Der Staat müsse sich auf die Bereiche konzentrieren, für die er wirklich zuständig sei, fordert Berchtold.

In den Hallen montieren Arbeiter Schriftzüge, rollen Teppiche aus, karren Getränke herum. Draussen ist die steife Brise geblieben. Nun drückt aber für kurze Zeit doch noch die Sonne durch die Wolkendecke. Vielleicht beginnt er doch in Hannover: der zweite Frühling der Informations- und Telekommunikationsbranche.

Dieser Artikel ist am 10. März in gekürzter Form in der Berner Zeitung erschienen.

Interview mit Stefano Mazzocchi

In der BZ vom 4. März ist das Interview mit Stefano Mazzocchi erschienen, das ich an der Opensource-Konferenz Lots mit ihm geführt habe. Stefano Mazzocchi ist Wissenschafter am MIT und einer der Hauptautoren des Apache Cocoon Frameworks. Im Interview erklärt er, weshalb Opensource-Software gut für die Wirtschaft sei und wie das Internet weiterentwickelt werden soll.

Die 200 nützlichsten Websites

Heisse Tipps für Schweizer Surfer: Das Magazin Anthrazit hat eine Hitparade mit den 200 nützlichsten Websites veröffentlicht, eingeordnet in 34 Kategorien. Ein Auszug daraus: Die nützlichste Suchmaschine ist Google, vor Search.ch und MSN. Das beste Nachschlagewerk ist der elektronische Fahrplan der SBB, vor den Diensten von Search.ch und den Telefonbüchern von Directories. Die beste «Zeitungssite» ist jene der NZZ, vor jenen des Blicks und des Beobachters; Espace.ch steht auf dem 5. Rang – der Berner Zeitungsblogger gratuliert seinen Kolleginnen und Kollegen. Bei den elektronischen Medien belegt die SRG mit Swissinfo vor Radio DRS und dem Schweizer Fernsehen alle Spitzenplätze. Bei den Musik-Websites liegt Music.ch vor Hitparade.ch und Swissdisc.ch; bei den Film-Websites Cineman vor Out now und Swiss Films. Für den Musik- und Filmkauf empfehlen die Anthrazit-Redaktoren Cede, den DVD-Shop oder Citydisc. Die nützlichsten Literatur-Sites seien jene der Solothurner Literaturtage, die Rubikon-Site und jene des Instituts für Kinder- und Jugendmedien. Für den Buchkauf empfehlen die Redaktoren Lesen.ch, das Buchhaus und Buch.ch. Ausgänger schicken sie zu NZZ Ticket, dem Restaurantführer Foodguide und Events.ch; Abenteuerlustige zu My Switzerland, Ausflugsziele.ch und Tourenguide.ch; Reiselustige zu Ebookers, Imholz und STA Travel.

Die Linksammlung ist eine Fundgrube für Surfer. Der Berner Zeitungsblogger kramt gerne darin. Er kennt zwar ähnliche Hitparaden – von den Gewinnern der Webby-Awards bis zur Bestenliste von Time.com. Für Schweizer Weblinks kennt er aber keine praktischere Sammlung als jene von Anthrazit. Die Linkliste alleine ist die 6 Franken wert, die das Magazin kostet. Dieses bietet aber noch mehr: Der Berner Zeitungsblogger spielt mit dem Heftchen gerne ein amusantes Spielchen. Die Regeln sind einfach: Wer einen redaktionellen Hinweis auf eine Firma findet, die in der selben Ausgabe Werbung geschaltet hat oder Kooperationspartner ist, kriegt einen Punkt. Wer hingegen ein Inserat keinem Artikel oder Hinweis zuordnen kann, muss einen Punkt abziehen. Der Berner Zeitungsblogger hat gespielt. Er erreichte dieses Mal 7 Punkte – dank Buch.ch, dem Buchhaus, dem DVD-Shop, STA Travel, Imholz, Ebookers und Konsorten aus der Linkhitparade so viele, wie schon lange nicht mehr.

Meine Kolumne Weblog erscheint wöchentlich im Bund Showtime der Berner Zeitung. Der oben stehende Text wurde am 2. März 2005 in der BZ sowie auf Espace.ch veröffentlicht. Einige Tage nach der Publikation erscheinen die Weblogs jeweils hier auf borniert.com.

Weblog: Einfach wikiwiki

Herzliche Gratulation, liebe deutschsprachige Wikipedia, herzliche Gratulation zum 200 000. Artikel. Wie schnell du, der deutschsprachige Ableger der Online-Enzyklopädie, gewachsen bist… Ich erinnere mich noch genau: Bis du 100 000 Artikel gross warst, dauerte es satte dreieinhalb Jahre. Doch dann kam der Wachstumsschub: In nur acht Monaten bist du um weitere 100 000 Artikel gewachsen. Reihten sich alle Wikipedias der Grösse nach ein, stündest du, die deutschsprachige, hinter der englisch-, aber vor der französischsprachigen an zweiter Stelle.

Herzliche Gratulation, liebe Wikipedia. Und merci, dass du uns gezeigt hast, zu was Wikis taugen. Wir technisch Unbedarften mussten uns früher aufs Lesen von Webseiten beschränken. Wikis hingegen können wir einfach und schnell bearbeiten – wikiwiki, wie die Hawaiianer sagen. Das machen wir gerne. Auf Wikibooks schreiben wir nun Lehrmittel, auf Wiktionary Wörterbücher. Wir sammeln auf Wikiquote Zitate, auf Wikisource Quellentexte. Wir treiben auf Wikispecies alle Lebewesen zusammen. Und auf Wikinews haben wir eine Nachrichtenagentur gegründet.

Wiki, Wiki – es gibt tausende weitere. Einige füllen sich rasant. Einige dümpeln leer vor sich hin. Es gibt Wikis zu Technikthemen, Wikis mit Koch-Rezepten. Es gibt Wikis für Perry-Rhodan-Fans, für Pferdenärrinnen, Zug- und Spassvögel . Neulingen sei eine Reise im Wiki-Tourbus empfohlen, Abfahrt etwa bei der Haltestelle der Jubilarin Wikipedia.

Herzliche Gratulation, liebe Wikipedia. Und merci, dass du uns diese Wiki-Welt gezeigt hast.

Meine Kolumne Weblog erscheint wöchentlich im Bund Showtime der Berner Zeitung. Der oben stehende Text wurde am 23. Februar 2005 in der BZ sowie auf Espace.ch veröffentlicht. Einige Tage nach der Publikation erscheinen die Weblogs jeweils hier auf borniert.com.

Weblog: Funken und kabeln

Hersteller, Händler und Journalisten ellbögeln vor den Vitrinen. Am 3GSM World Congress herrscht ein grosses Gedränge. So turbulent stellt sich der Berner Zeitungsblogger die Mobilfunkmesse in Cannes vor, die gerade begonnen hat. Er versteht die Ellbögler: Wer möchte nicht einen Blick auf die Geräte erhaschen, auf die wir so lange gewartet haben – auf die Handys, in denen ein halber Computer steckt und mit denen man auch fotografieren und filmen kann, oder auf die Walkman-Mobiltelefone, mit denen man Musik direkt im Online-Shop kaufen kann? Bloss tanzen, stellt sich der Zeitungsblogger vor, das kann man zur Musik nicht – nicht in diesem Gedränge. Gut, dass die Mobilfunkmesse nächstes Jahr nach Barcelona
zügelt. Das gibt ihr mehr Luft.

Aber eigentlich ist dem Weblinks-Schreiber Fernsehen per Handy zu teuer. Sogar ein längeres Telefonat reut ihn. Er weiss: Im Festnetz kabelt er günstiger. Noch günstiger telefonierte er etwa mit Cablecom, Econostream oder E-Fon über eine Datenleitung. Wie das funktioniert liest er auf internettelefon.ch. Gar keine Grundgebühr bezahlte er als Kunde von Nikotel und Sipgate. Dort erhielte er aber eine deutsche Telefonnummer. Das lässt ihn zuwarten.

Stattdessen lädt er das Programm Skype herunter. Damit kann er gratis von Rechner zu Rechner kabeln, und bei internationalen Anrufen zu günstigen Tarifen. Nur: Kabeln am PC, das ist etwas umständlich. Dem stimmt Rasmus zu, den der Blogger neulich getroffen hat. Rasmus weibelte fürs Dual-Phone. Dasimportiere er nun in die Schweiz. Und mit dem könne man übers Telefonnetz und per Skype telefonieren. Siemens etwa hat ähnliche Geräte. Der Blogger überlegt es sich.

Meine Kolumne Weblog erscheint wöchentlich im Bund Showtime der Berner Zeitung. Der oben stehende Text wurde am 16. Februar 2005 in der BZ sowie auf Espace.ch veröffentlicht. Einige Tage nach der Publikation erscheinen die Weblogs jeweils hier auf borniert.com.

Der hungrige iPod

Der iPod ist hungrig. Er muss gefüttert werden. Bloss: Mit was? Er hat alles verschlungen, was in der CD-Sammlung lagerte. Und Neues zu kaufen ist schwierig: Kaum ein Schweizer Online-Shop bietet Musik feil, die dem iPod mundet. Dieser schluckt nämlich das Konkurrenzformat nicht. Zum Glück gibts Podcasts. Podcasting — das ist wie Radio aus dem Archiv: Sendungen werden als MP3-Datei auf den Computer oder den Musikplayer geladen. Podcasts — das sind Jekami-Radioshows, vertonte Weblogs gewissermassen. Podcasting — das ist einer der Trends im Netz.

Des Podcastings Vater ist MTV-Moderator Adam Curry. Er hörte oft Radio übers Internet. Er störte sich aber daran, dass er jede Datei einzeln herunterladen und auf seinen Musikplayer kopieren musste. Deshalb automatisierte er dies mit einem Computerprogramm. Andere werkelten am Code weiter. Heute ist «iPodder», erhältlich auf www.ipodder.org, das beliebteste Programm in der wirklichen Privatradio-Szene.

Ein Stimmengewirr hallt durch den virtuellen Äther — eine Herausforderung, daraus die Interessanten herauszufiltern. Ein guter Startpunkt für Jung-Podcaster ist www.ipodfun.de. Dort werden Podcasts bewertet. Infos und Verzeichnisse gibts auch auf www.podcast.de, www.podcasten.net, germanpodcast.wikicities.com, www.podcast.net — und aus einheimischer Küche auf audioblog.starfrosch.ch. Also: Zeit nehmen und nach Delikatessen fischen, damit der iPod garantiert nie mehr Hunger leiden muss.


Meine Kolumne Weblog erscheint wöchentlich im Bund Showtime. Der oben stehende Text wurde am 9. Februar 2005 in der Berner Zeitung sowie auf Espace.ch veröffentlicht. Einige Tage nach der Publikation erscheinen die Weblogs jeweils hier auf borniert.com.

Vorschau auf die Lots-Tagung

Nächste Woche findet in Bern die Lots-Tagung statt. Als Vorschau habe ich für den Bund „Geld & Konsum“ in der Berner Zeitung vom 10. Februar einen Artikel zu Freeware und Opensource-Software geschrieben. Die verlinkte Version gibts bei Espace.ch. Gerne hätte ich mehr Programme vorgestellt. Mehr hatten aber nicht Platz. Ich freue mich aber über Hinweise zu interessanten Opensource-Projekten – vielleicht gibts ja wieder einmal einen Artikel zu schreiben…