Klassenzusammenkunft

Märcu und Ädu entfliehen in die Ferne. Und Üelu feiert lieber im Chrachen. Aber alle anderen, die mit uns die Schulbank gedrückt haben, hoffen wir an der Klassenzusammenkunft zu sehen. „Nein, schreibs nicht so unverbindlich“, wendet Monä ein. „Schreib besser: ‚Dass mir nur ja keiner fehlt! Absenzen werden nicht gewährt! Ich habe das Klassenbuch!“ Und noch während ich tippe, sagt Monä: „Jetzt musst du schreiben, wo die Klassenzusammenkunft stattfindet.“ Ruhig, ruhig, das kommt ja gleich. Also: Wir treffen uns nach dem Mechiuche-Märit — also am 5. September ab 17 Uhr — zum Bräteln im Garten meiner Eltern am Reuelweg. Falls es regnet schlüpfen wir im Wintergarten unter. „Vergiss nicht zu schreiben wegen dem Buffet“, sagt Monä. Ja, wegen des Buffets (Genitiv, liebe Monä): Darauf hat es Platz für Beigemüse, Salate und Desserts. Trage einfach unten ein, was du bringst. Monä will das so. Was sagst du? Ja, früher war sie spontaner. Das muss das Alter sein, oder die langjährige Erfahrung als Familien-Managerin. „Hör jetzt auf zu lästern“, sagt Monä resolut. Gut, lassen wir das. Apropos Beigemüse: Schreib doch auch noch hin, falls du gleich mit der erweiterten Grossfamilie antanzen willst. „Und nun noch die Getränke.“ Ach ja, die Getränke — Monä kümmert sich darum. Sie karrt die Tranksame im Kombi (oder was auch immer sie jetzt fährt) an. Sie stelle dann ein Kässeli hin, sagt sie. „Und das Ganze ist einfach spontan und unkompliziert“, sagt sie. „Schreib das auch noch.“ Und man glaubt es kaum. Jetzt fällt sogar ihr nichts mehr ein.

Kurz und gut: Klassenzusammenkunft, SA 5. September ab 17 Uhr bei Borns am Reuelweg. CU.

Das Ende des Kletterbaums?

Abgebrochener Ast

Er war einer unserer Kletterbäume. Mittlerweile sind wir erwachsen, und der Baum ist alt. Zahlreiche Misteln haben während der letzten Jahre ihre Wurzeln in seine Rinde getrieben und saugen ihm die letzte Kraft aus den Ästen. Als es neulich — ungewöhnlich früh, noch bevor der Baum seine Blätter fallen lassen konnte — zu schneien begann, brach der Baum ein und sein grösster Ast ab. Ähnliches passierte bei einem zweiten der fünf rund hundert Jahre alten Apfelbäume. Demnächst kommt nun der Landschaftsgärtner und richtet über unsere ehemaligen Kletterbäume.

der abgebrochene Ast die Krone voller Misteln

P.s.: Wer Misteln will, meldet sich hier, und ich schaue, was sich machen lässt.