Singende Trommeln

Am Mittwoch habe ich den Gutschein aus dem letzten Adventskalender-Päkli eingelöst: Wir haben das Bee-Flat-Konzert des Schlagzeugers Pierre Favre in der Turnhalle besucht. Pierre Favre liess sich von Frank Kroll an Sax und Bassklarinette begleiten, von Philipp Schaufelberger an der Gitarre sowie Bänz Oester an der Bassgeige und Wolfgang Zwiauer an der akustischen Bassgitarre.

Bis die Band in Fahrt kam, dauerte es etwas. Zu Beginn schienen die Musiker – mit Ausnahme von Favre, der jeden einzelnen Akzent intus hatte – an den Noten zu kleben. Offensichtlich waren die ersten beiden Stücke etwas gar komplex und kopflastig – oder aber zu schlecht eingeübt: In einigen Unisono-Stellen liefen die Melodiefetzen auseinander. Einen kurzen Augenblick lang wackelte das eine Stück gewaltig. Einmal wartete ausgerechnet Pulsgeber Favre einen Sekundenbruchteil auf seine Mitspieler. Ein klassisches Schlagzeug anstelle der stark singenden Ethnotrommeln sowie einen statt zwei Bassisten hätte für mehr Präsenz und Transparenz sorgen können. Im dritten Stück hat sich die Band dann gefunden. Favre trieb das Ensemble voran, zusammen mit den beiden Bassisten mit ihren schnellen, repetitiven Läufen. Die Bläser- und Gitarrensolos waren mitreissend. Nach der Pause ging der Höhenflug mit „Kolibri“ weiter. Gefallen hat auch die melodiöse, weniger komplexe und vermutlich spontan dargebotene erste Zugabe. Der Höhepunkt des Konzerts war aber die zweite und letzte Zugabe: Pierre Favre zückte in einem Solo fast jeden erdenklichen Schläger und führte uns eindrücklich vor Ohren, wie vielfältig ein Schlagzeug klingen kann.

2 Gedanken zu „Singende Trommeln“

  1. Ooh, ich wäre auch gerne gekommen, hätte von meiner Schwester sogar ein Billet gehabt! Nur leider war ich probehalber verhindert. Wird wohl Zeit, dass ich dem Musizieren den Rücken kehre, um mehr Zeit fürs passive Geniessen zu haben 🙂

  2. Ooh, ich wäre auch gerne gekommen, hätte von meiner Schwester sogar ein Billet gehabt! Nur leider war ich probehalber verhindert. Wird wohl Zeit, dass ich dem Musizieren den Rücken kehre, um mehr Zeit fürs passive Geniessen zu haben 🙂

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