Thomas darf trotzdem kommen

borniert

Hättest du dies geahnt, lieber Thomas, du hättest dich damals ganz und gar borniert gegeben: Am Freitag feiert Borniert.com ein Jahr Weblog und zugleich einen Mini-Relaunch. Darauf stösst This mit seinen treusten Leserinnen und Lesern an, am Freitag, dem 3. Februar, um 21.03 Uhr in der Turnhalle im Progr. Und falls du, Thomas, es dir mittlerweile anders überlegt hast und reumütig antanzest, kriegst du auch ein Bier – trotz allem.

(Solltest du nicht Thomas sein, freue ich mich umso mehr aufs Anstossen mit dir. Bist du dabei?)

Ein Update

Sorry, hier ist es etwas lange still geblieben. Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen war ich etwas mit der Nachbereitung des Segellagers beschäftigt, etwa mit dem Aufbereiten von Fotos wie diesem, das die Bucht bei La Seyne-sur-Mer zeigt, wo wir segelten – bzw. mangels Wind Herbstsonne tankten:

Sicht auf La Seyne-sur-Mer

Zum anderen gab es in letzter Zeit etwas Probleme mit dem Umfang – nein, nicht mit dem persönlichen, sondern mit jenem der Zeitung: Einige Male gab es dort keinen Platz für meine Kolumne „Weblog“. Doch das soll jetzt wieder besser werden – ein bisschen jedenfalls: Das „Weblog“ soll in den kommenden Monaten alle 14 Tage erscheinen. Und entsprechend gibts hier wieder mehr Updates.

Erschienen ist hingegen ein Interview mit Roger Frei, dem Geschäftsführer von Sony Computer Entertainment Schweiz (12.9., online nicht verfügbar). Als Schlusspunkt unserer Zähringer-Serie wurde meine Reisereportage aus St. Peter veröffentlicht (16.9.). Zudem ist ein Interview mit Tom Holmes zum Exergame Eye Toy Kinetic (26.9.) erschienen, zwei Seiten zu neuen Geräten in der „Oktober“-Beilage von BZ und Bund (27.9. online nicht verfügbar), ein kurzer Text zu den WCG-Ausscheidungen (3.10.), und ein Artikel zu Apples neuen Produkten (14.10.). Am letzten Sonntag hielt ich ein kurzes Referat zum Thema Weblogs bei der Nutzergruppe ST-Anwender Bern.

Apropos Update: Mein Denkbrett läuft nun unter der neusten Version der Linux-Distribution Ubuntu. Sie heisst Breezy Badger. Oder zu deutsch: Faulpelz.

Hochwasser in der Matte

Montagmorgen, 6 Uhr: Ich schrecke aus dem Schlaf auf. Die Polizei fordert die Matte-Bewohner per Lautsprecherdurchsage auf, die Autos sofort umzuparkieren. Bereits auf meiner Höhe – ganz oben im Matte-Quartier – ist die Aare über den Kanal getreten. Das Wasser steht auf der Fahrbahn knöcheltief. Während der ganzen Nacht hatte die Feuerwehr mit Motorsägen auf dem Schwelle Schwemmholz verkleinert, das die Schleusen blockiert.

Wenig später: Wir versuchen die Türe der Schneiderei an der Schifflaube mit Lehm etwas abzudichten. Die Inhaberin reicht Kleider, Schaufensterpuppen aus dem Fenster. Wir bringen sie in eine Wohnung im ersten Stock. In unserem Keller drückt Wasser durch die Wände. Noch kann es abfliessen. Die Polizei sagt, wir sollten nun nicht mehr in den Keller, da es einen Wassereinbruch geben könnte.

Ca. 7.30 Uhr: Eine Frau marschiert mit zwei Hunden durch die Wasserwerkgasse. Plötzlich steht sie bis zur Hüfte im Wasser. Sie nimmt die beiden schwimmenden Hunde in die Arme. Am höchsten ist der Wasserstand in der Mattenenge. Ich stehe bis zum Bauchnabel im Wasser. Das Wasser sei bereits jetzt so hoch wie 1999, sagt ein Zivilschützer, der damals selbst im Quartier gewohnt hat. Ich erzähle der Reaktorin von Radio Extra Bern kurz, wie die Situation ist.

Seither steigt das Wasser immer weiter. Die Polizei fordert Passanten auf, an den Häuserfronten entlang zu gehen. „Wir wollen nicht auch noch Personenschaden“, sagte der Beamte. Nun nützt auch die improvisierte Sperre vor der Töpferei und Flechterei in meinem Haus nichts mehr. Ich gehe wieder helfen.

Die neue Pest: Weblogs

Klar: Über die gesellschaftliche und medienpolitische Relevanz von Weblogs lässt sich lange debattieren. Man kann aber auch einfach polemisieren. Wie das geht, führt Christian Rentrop in seinem Artikel auf Netzwelt.de vor. Darin bemüht er gleich eine breite Auswahl an Metaphern fürs Böse. Er betitelt Weblogs als „Pest“. Er kreidet die „Verschmutzung“ des Netzes durch Trivialinformationen an. Und er schreibt: „Sekündlich stösst ein neues Machwerk zur Armee der Finsternis, Verzeihung: Blogosphäre hinzu.“

Klar: Über die gesellschaftliche und medienpolitische Relevanz von Weblogs lässt sich lange debattieren – besser aber nicht mit Christian Rentrop.