Nach dem Mord geht die Sonne auf

Gestern hat es geklappt: Die Vorpremière der Thuner Seespiele konnte trotz leichten Regens doch noch stattfinden. Dank zwei Wollpullovern, Windjacke und Regenhosen sollten auch wir die Vorrstellung ohne Erkältung überstehen. Nachdem sich die Protagonisten auf der Bühne nach und nach gemeuchelt hatten, tröstete die wunderschöne Abendstimmung während des Wetterumschwungs.

Die Bühne von unten Thuner Seespiele im Wetterumschwung

Die Musical-Kritik überlasse ich vorläufig mal den Profis. Hier bloss zwei Fragen zur Aufführung und zum Drumherum:

Die „Jets“ treten teils im Rocker und Punk-Look auf. Das Interieur von Docs Bar hingegen scheint zumindest ein Jahrzehnt älter zu sein. In welcher Zeit spielt die Thuner West Side Story? Und warum wurde sie in eine andere Zeit transferiert, obwohl die Original-Geschichte offensichtlich in den 1950er Jahren spielt?

Und: Gerne sponserte ich dem Techniker hinter der Zuhörertribüne einen Ohrhörer für sein Funkgerät. Die lauten Funksprüche während der Vorstellung sind schlicht eine Zumutung. Wohin müsste ich meinen Kopfhörer-Beitrag schicken?

2 Gedanken zu „Nach dem Mord geht die Sonne auf“

  1. Die West Side Story ist zeitlos und könnte überall spielen… oder? Sie darf aber aus urheberrechtlichen Gründen nicht allzu sehr abgeändert werden.

    Im Kostümkonzept von Carla Prang heisst es: „Regie und Ausstattung werden die heutige Situation der Jugendlichen in New York zeigen.“ Es soll der Eindruck entstehen, „dass es auch eine Situation von hier und jetzt sein kann ohne jedoch politisch Stellung zu beziehen oder konkrete Jugendgruppen zu zeichnen“.

    Die Sharks tragen in den Strassenszenen übrigens zum Teil farbige Trainingsanzüge, weite Hosen und T-Shirts… auch etwas anachronistisch, aber laut Konzept gewollt.

  2. Die West Side Story ist zeitlos und könnte überall spielen… oder? Sie darf aber aus urheberrechtlichen Gründen nicht allzu sehr abgeändert werden.

    Im Kostümkonzept von Carla Prang heisst es: „Regie und Ausstattung werden die heutige Situation der Jugendlichen in New York zeigen.“ Es soll der Eindruck entstehen, „dass es auch eine Situation von hier und jetzt sein kann ohne jedoch politisch Stellung zu beziehen oder konkrete Jugendgruppen zu zeichnen“.

    Die Sharks tragen in den Strassenszenen übrigens zum Teil farbige Trainingsanzüge, weite Hosen und T-Shirts… auch etwas anachronistisch, aber laut Konzept gewollt.

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