Mann mit Hertz betätigte sich als Umzugshelfer. Man beachte die Figur im Hintergrund: Sie bläst zum Aufbruch.
Kategorie: This‘ Life
Wie das Leben so spielt
Das Hospitality-Völkchen
Das Hospitality-Völkchen haust in Europa. Das macht die Karte mit den Stecknadeln für jeden eingeloggten Nutzer klar. Wie siehts wohl bei Couch-Surfing aus?
… bis er bricht
Es war ein Tag wie heute: Die Sonne hatte zum Sonnenbad auf den Balkon geladen, ich die Einladung an- und die Zeitung mitgenommen und mich auf meinen weissen „Lerolin SPA“ gesetzt. Beim Blättern im Regionalteil ist es dann passiert: Der Stuhl ist zusammengesackt. Die Hauswand hat dem Rücken im Fall eine Schramme mit auf den Weg gegeben, und dann bin ich auf den Boden gekracht. Daraus habe ich gelernt: Lädt die Sonne heute wieder zum Bade, gebe ich mich besonnen – und prüfe, wie gut der Sitz steht.
Brettern in Davos
Allen Ketzern sei’s gesagt: Nein, so schlecht war das Wetter nun auch wieder nicht. Und doch, es gibt einen See in Davos. Und nein, wenn eine Brise einen vom Brett fegt, schlägt man nicht zwingend die Beine auf. Zugegeben: Das Wasser war meist wärmer als der Wind; aber wir hatten ja kuschelig warme Neopren-Anzüge. Und der See ist wirklich klein; dafür bläst der Wind zuverlässig wie sonst fast nirgends. Und nein, die Beine habe ich nicht geprellt, dafür ein bisschen ein Rippli – am Gabelbaum, nicht am Seegrund -, als eine Brise das Segel und mich Trapez-Neuling flach gelegt hat. Abgesehen davon haben die paar Windsurf-Tage aber wirklich gut getan – allen Ketzern zum Trotz.
Ein Merci für alles nach Davos.
Lass uns ein Velo baden
Frühmorgens johlend durchs Quartier torkeln, in Kübel kotzen, Wände besprayen, Autos kicken, Pflanzenkübel verpflanzen, Strassenlampen steinigen: Einige Betrunkene finden so ziemlich alles so ziemlich lustig. Das ist nichts neues. Deshalb lasse ich mein Velo jeweils ab Freitag nicht auf dem Parkplatz vor dem Haus; und meine Nachbarin parkiert ihr Auto übers Wochenende nicht mehr in der Matte. Dass die Nachtbuben am Montag vor dem 1. August auch unterwegs sein werden, damit hatte ich nicht gerechnet. Dieses Mal spielten sie „Velo baden“.
Da ich zufälligerweise früh aufgestanden war, bin ich noch rechtzeitig in meinen Kurs gekommen, am Dienstag früh, wohl gar nicht so lange nach dem Streifzug der Nachtbuben. Ich habe das Velo schliesslich mit nachbarschaftlicher Hilfe aus der Aare bergen können – rechtzeitig vor dem Ersaufen.
Schweizer Gastfreundschaft
So viel zum Kundenservice im Fünfstern-Hotel…
Ausgemustert
Die grünen Mannen haben Schlz Born nach Hause geschickt. Weshalb? Schlz Born hat gestern endlich selber die geleisteten und in seinem Büchlein verzeichneten Diensttage addiert; bis anhin hatte er den Angaben im Brief der grünen Mannen geglaubt. Dabei hat er festgestellt, dass er bereits 134 Tage im AdF verlebt hatte. Darauf hat er heute morgen die Mannen im KP-Büro hingewiesen. Doch die waren zuerst anderer Meinung. Im Pisa-System (nein, mit Leseschwäche hat dies nicht zu tun, wohl aber mit einer Rechenschwäche, wie sich bald herausstellen sollte) sei vermerkt, dass AdA Born noch 11 Tage zu leisten habe. Dann haben sie aber doch noch nachgefragt und herausgefunden, dass ein AdF aus dem Dienstbüchlein im Pisa-System fehlt. Einen halben Tag und eine Fahnenzeremonie später haben sie bestätigt, dass AdA Born nicht mehr aktiver AdA sein sollte. Sie haben ihn nach Hause geschickt. Denn Schlz Born hat seine Tage.
(Und das feiert Veteran Born heute um 20 Uhr in der „Turnhalle“. CU there?)
Diensttage
Morgen muss Schlz Born in den AdF. Genau, heute sagt man „Ausbildungsdienst der Formation“ (AdF) und nicht mehr „Wiederholungskurs“ (WK). Und da Schlz Born, Grad Sdt, in letzter Zeit keine Information dazu erhalten habe, wie viele Diensttage in der AdF er noch zu leisten habe, wollte er sich auf der Website des Militärs kundig machen. Doch so sehr Schlz Born auch rief, der Webserver antwortete nicht. Und da frage sich Schlz Born: Ist der Server tot? Und wer hat ihn abgeschossen?
Stärkung
An Auffahrt lag ich mit Kopfweh darnieder, dafür kam das Essen obsi. Gestern ass ich wieder eine halbe Banane, weichgekochte Teigwaren und Reis. Und heute kaufte ich zur Stärkung in der Schwanen-Apotheke Supradyn. Darin hat es 13 Vitamine und 12 Mineralstoffe – alles, was mir fehlen könnte. Da die kleine Packung mit 15 Brausetabletten auch schon ziemlich gross aussah, erstand ich mir für 16.50 Franken eine solche. Erst zuhause merkte ich, dass ein Viertel des Röhrchens leer war. Ich fühlte mich gleich viel besser: Mit meinem kleinen Einkauf stärkte ich nicht nur mich, sondern auch noch Roche und die Aluminium-Industrie.
Die diesjährigen Gewinner
Und am Schluss war es fast wie bei der Oskar-Verleihung: Unter Tränen bedankte sich Heather Jargus in gebrochenem Deutsch überschwänglich beim Publikum. Und als sie – wie es der Moderator gewünscht hatte – die frohe Botschaft durch ihr Weblog kundtun sollte, hatte sie vor Aufregung das Passwort vergessen.
Die in der Schweiz lebende Britin Heather Jargus hat am Freitag mit ihrem Weblog „Don’t mention the skiing“ den ersten „Best Swiss Blog Award“ gewonnen. In der Kategorie Multimedia gewann der „Scanblog“ der Zürcherin Rebecca, bei den Neueinsteigern der „Pendlerblog“ eines anonymen Autorenteams. Die Swiss Blog Awards sind am Freitag zum ersten Mal verliehen worden. Die Kandidaten waren online nominiert worden. Das Publikum hat während der Zeremonie im Bieler Volkshaus die Gewinner gewählt.
Heather Jargus berichtet in Don’t mention the skiing von ihren persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen vorab an ihrem neuen Wohnort Schweiz. Auf den Namen des Weblogs angesprochen erzählte sie, wie sie gemeinsam mit ihrem Mann in die Schweiz gekommen sei und dafür ihren Job in England aufgegeben habe. Bekannte hätten ihr gesagt, jetzt habe sie wenigstens genügend Zeit zum Skifahren, bis sie, die erklärte Nicht-Skifahrerin, das nicht mehr hören mochte. Seither gelte: Don’t mention the Skiing.
Rebecca veröffentlich in ihrem Scanblog eingescannte Bilder. Eigentlich habe sie einen Fotoblog machen und jeden Tag ein Foto veröffentlichen wollen, erzählt die 29-jährige Zürcherin. Sie habe das Projekt aber bloss einige wenige Tage durchgezogen. Dann habe sie etwas anderes ausgeheckt: Sie habe einen Scanner gekauft. Und nun veröffentliche sie sporadisch besondere Scans. Als erstes habe sie etwa ihren Plüschaffen eingelesen. Und ja, auch die Tasse mit dem USB-Anschluss – die Auszeichnung der Swiss Blog Awards – werde sie einscannen.
Die Gewinner in der Kategorie „Rookies“ nahmen den Preis nicht selbst entgegen. Das Autorenteam, das im Pendlerblog die Gratis-Zeitung 20 Minuten unter die Lupe nimmt, wollte anonym bleiben. Es meldete sich an der Veranstaltung maskiert per Video-Grussbotschaft. Ein vom Team beauftragter Mittelsmann soll den Preis nun in einem Schliessfach deponieren, wo ein anderer Mittelsmann ihn abholen wird.
