Gadgets

Seit der Morgen graute, bin ich zurück in Bern. Auf speziellen Wunsch ergänze ich meinen Kurzartikel zu den Gadgets noch um zwei besonders prächtige Exemplare im Bild. Wie wäre es mit einem handlichen LCD-Fernsehgerät?

Das grösste LCD-Fernsehgerät

Zugegeben, dieses Ausstellungsstück von Sharp gibts nicht zu kaufen… Und wenn schon: Für ein Gadget dürfte es doch etwas teuer sein. Als Kontrapunkt sei hier noch ein äusserst handlicher Musikplayer gezeigt.

Musikplayer im Kreditkarten-Format

Doch, das Gerät ist wirklich so dünn wie auf dem Pressebild. Was darauf schlecht zu sehen ist: Die aufgesteckte Kopfhörerbuchse ist etwa dreimal dicker. Das Gerät sei „very stable“, sagte der Vertreter am Stand. Ansonsten gab er sich leider nicht allzu gesprächig. Und auch in der Medienmitteilung steht nicht viel mehr.

Dann nehme ich doch lieber einen anderen – etwa den Vibez von Trekstor, denn der spielt OGG-Dateien. Und die Betreuerin am Stand war gesprächiger.

Ganz legales Windows

Lenovo verkauft Originalsoftware

Mein Notebook wird altersschwach. Windows liefe darauf schon lange nicht mehr vernünftig, Linux hingegen schon noch. Doch immer öfters stosse ich an die Grenzen: Will ich stapelweise Bilder konvertieren, verweigert der Rechner seinen Dienst. Die Grafikkarte streikt, wenn ich ein Second Life leben möchte. Und starte ich Google Earth, lande ich statt auf dem virtuellen Globus auf dem Boden der Tatsachen.

Bis in etwa einem Jahr sollte also ein neuer Rechner her. Deshalb habe ich mir die Urururenkel meines Rechners mal etwas angesehen. Und ich habe gestaunt über einen prominent platzierten Hinweis: Lenovo betont, auf den Notebooks Originalsoftware zu installieren – wie auch Dell, HP, Sony und so weiter. Müssen die das?

Apropos: Dürfte ich – bitte, bitte – ein Notebook ohne Betriebssystem haben, dafür etwas günstiger?

Nachtskifahren? Nichtskifahren!

Nachtskifahren

Skifahren auf Kunstschnee bei Kunstlicht? „Nein, ich nicht“, sagte ich mir noch vor zwei Wochen auf der Fahrt an die Lenk. Auf Kunstschnee bin ich dann doch herum gerutscht, einen halben Tag lang. Und ich war erstaunt, wie gut sich auch ohne Schnee Pisten machen lassen.

Richtig Freude hatte ich trotzdem nicht. Denn vor der kantonalen Schneekanonen-Abstimmung 1993 – war es meine erste Abstimmung überhaupt oder die letzte, an der ich noch nicht teilnehmen durfte? – war mir treuherzig versichert worden, dass Schneekanonen bloss punktuell eingesetzt würden; seit 2000 dürfen nun doch ganze Pisten beschneit werden. Und während ich so durch den Kunstschnee kurvte, fragte ich mich: Dürfen normale Pisten eigentlich auch gedüngt werden?

Aber nein, in eine Skihalle bringt ihr mich nicht.

Die junge Generation

Zwei Generationen

Neulich im Laden: Neu steht auf „meinem“ Deo. Was genau ich mir unter die Arme schmiere, verstehe ich zwar nicht – laut Aufdruck ist es eine Mischung aus „Aqua, Aluminium Chlorohydrate, PPG-15 Stearyl Ether, Steareth-2, Steareth-20“. Was ich beim Vergleich der Inhaltsangaben aber gemerkt habe: In der neuen Flasche ist das selbe wie in der alten, trotz des „New“-Klebers. Geändert haben sich aber die Verpackung und der Herstellungsort: „Grether International GmbH D-Lörach“ steht auf der etwas kleineren und nur ganz wenig dickeren Flasche, die aber gleich viel fassen soll wie die alte aus Grossbritannien. Und darunter ist aufgedruckt: „Made in Switzerland“. Wenigstens haben die Flaschendesigner den alten Slogan weggeputzt: „MUM – Ihr ständiger Bodyguard, auch wenn’s heiss wird“.

Geburtstagswunsch I: Velohelm

Es war kurz vor dem Ziel: Ich brauste auf meinem nachmittäglichen Velofährtchen über die Sulgeneckstrasse Richtung Marzili. Auf dem Sulgeneckrain näherte sich langsam ein Merz. Doch statt anzuhalten, bog er in die Sulgeneckstrasse ein. Ich bremste, so fest ich konnte. Auf Höhe Hinterachse und fast auf der Gegenfahrbahn hatte ich den Renner wieder unter Kontrolle. Ich fluchte und vermittelte dem Fahrer in einer Geste, was ich von solchen bekloppten Manövern halte. Dieser fuhr langsam die Strasse hinunter und kümmerte sich keinen Deut um meinen Deut. Auf der Autonummer prangte ein „CD“. Unten fuhr er wieder in den Sulgeneckrain rein.

Glücklicherweise ist nichts passiert. Einzig die Stirne surrte nach meiner Geste etwas. Auf der Zielgeraden meines Velofährtchens beschloss ich, mir zum Geburtstag einen Helm zu wünschen – zum Schutz vor Fahrern ohne Verstand und vor der eigenen Hand.

Waschtag

Heute war Waschtag. Montag ist oft Waschtag. Denn Montag ist mein „Freitag“. Und ab Dienstag brauche ich wieder Kleider, die nicht nach Samstag stinken.

Beim Wäsche-Zusammenlegen sinnierte ich dann, was sich wohl ändern möge, wenn der Rauch raus muss. Bleibt Montag Waschtag? Oder wäscht man fortan vor dem Ausgehen?