Bedienungsanleitung

Auch im heurigen Segellager stand wieder eine Einkaufstour im Décathlon auf dem Programm. Dort gibts diese flexiblen Schwimmbrillen der Eigenmarke Tribord. Wer zwei linke Hände hat, sollte den Bausatz nicht kaufen. Wer langen Gebrauchsanleitungen nichts abgewinnen kann auch nicht. Wer diese aber gerne als erheiternde Gebrauchsliteratur liest, greife zu. Einige kurze Auszüge aus dem Epos, mitsamt der Tippfehler:

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Einstellen des Stegs (falls am Modell vorhanden): Zur Gewährleistung eines wasserdichten Tragekomforts ist es wichtig, dass der Steg perfekt sitzt. Um das Eindringen von Wasser zu verhindern, sind die Brillengläser mit Hilfe der auf dem Steg vorgesehenen Kerben bis zur perfekten Passform anzuziehen.
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Das Gummiband dient dazu, der Brille festen Halt zu verleihen. Es ist nicht zu stark anziehen, da die Brillengläser sonst um die Augen herum Abdrücke hinterlassen würden. Es genügt, die Spannung so lange zu verstellen, bis die Brille bequem sitzt (wasserdichte und keinerlei Behinderung).
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Aufsetzen der Brille: Sie die Brille passend auf dem Gesicht aufgesetzt haben, ziehen Sie das Gummiband durch Dehnung über den Kopf, legen es so hoch or, doss die Brille absolut dicht ist.
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Absetzen der Brille: Zum sicheren Absetzen der Brille, die Daumen beidseitig des Kopfes unter das Gummiband schieben, nach hinten gleiten lassen und das Gummiband zum Gesicht hin anheben.
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Vorsichtsmassnahmen zum Schutz Ihrer Augen: Brillen aller Art müssen behutsam auf- und abgesetzt werden, besonders wenn die Brille nass ist. Bei Reizungen, die Benutzung der Brille sofort einstellen.
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Komplexe Geräte brauchen eine ausführliche Bedienungsanleitung…

Kunterbunter Text

Medienmitteilung

„Rot, blau, schwarz“ – so lautet der Titel einer Medienmitteilung, die heute eingetroffen ist. Reto, Alex und User001 haben hart daran gearbeitet: Sie haben ergänzt, gelöscht und formatiert. Und sie stehen zu jeder Änderung: Zusätzlich zum PDF schicken sie uns wohl deshalb noch die Version mit ihren Arbeitsschritten. Diese ist sogar noch bunter als der Titel, nämlich rot, grün, blau, schwarz.

Mir sind in Strossburi gsyn

Petite France

Ein Wochenende in Strasbourg: Wir schlendern durch L’Ile de la Cité und La Petite France. Wir steigen auf das Münster. Wir bewundern die Werke im Musée d’Art moderne et contemporain, vagabundieren durch die Sonderausstellung mit Fotos von Bernard Plassu. Wir lassen uns im Touristenboot durch den Kanal chauffieren und auf Kanal 9 von einer lokalen Trudi Gerster auf Elsässisch prächtig unterhalten: Sie berichtet vom Zollhüüs, de Gässele und de Katzebriggel, schildert wie die Männer ihre Hosebode uf de Chilebänk abgewetzt han, sie erzählt, man habe fehlbaren Kirchenbauern de Hintere versolet, aber de Turm isch trotzdem no chrumm gsyn. Wir essen an diesem Tag Flammekuechä und Choucroute à l’Alsacien – Trudi bezeichnete dies wohl als Sürkrüt, und wir als Bärner Platte mit Suurchabis, aber ohni Bohne.

Nun sind wir wieder zurück. Und weil es so schön war, gehts nochmals nach Strossburi – einfach Google Earth starten und darin diese Datei öffnen. Apropos: Wer mir anhand der Karte oder dieser Daten zuerst sagt, in welchem Hotel wir untergebracht gsy syn, kriegt einen Köjelhopf.

Schlendern in Strasbourg