Dieses Wochenende? Nun, nach der Arbeit kam das Vergnügen: ein sonniger Kurzaufenthalt in Murten. Übrigens: Der See ist laut dem ulkigen blauen Wassertemperaturmessfischchen, das wir vor unserem Sprung zum Schwumm plantschen liessen, fast 20 Grad warm.
Osterbrunch
Mir sind in Strossburi gsyn
Ein Wochenende in Strasbourg: Wir schlendern durch L’Ile de la Cité und La Petite France. Wir steigen auf das Münster. Wir bewundern die Werke im Musée d’Art moderne et contemporain, vagabundieren durch die Sonderausstellung mit Fotos von Bernard Plassu. Wir lassen uns im Touristenboot durch den Kanal chauffieren und auf Kanal 9 von einer lokalen Trudi Gerster auf Elsässisch prächtig unterhalten: Sie berichtet vom Zollhüüs, de Gässele und de Katzebriggel, schildert wie die Männer ihre Hosebode uf de Chilebänk abgewetzt han, sie erzählt, man habe fehlbaren Kirchenbauern de Hintere versolet, aber de Turm isch trotzdem no chrumm gsyn. Wir essen an diesem Tag Flammekuechä und Choucroute à l’Alsacien – Trudi bezeichnete dies wohl als Sürkrüt, und wir als Bärner Platte mit Suurchabis, aber ohni Bohne.
Nun sind wir wieder zurück. Und weil es so schön war, gehts nochmals nach Strossburi – einfach Google Earth starten und darin diese Datei öffnen. Apropos: Wer mir anhand der Karte oder dieser Daten zuerst sagt, in welchem Hotel wir untergebracht gsy syn, kriegt einen Köjelhopf.
Skifahren im Grünen
Nach zwei Halbtagen ist die Skisaison auch für mich definitiv zu Ende. Damit alle, die am Sonntag unter der Wolkendecke ausgeharrt haben, wenigstens an unseren Abenteuern teilhaben können, seien hier unsere Spuren nachgezeichnet – mit der höchstmöglichen Auflösung meines GPS-Geräts und statt auf Weiss auf sommerlichem Grün.
Wer will, darf natürlich unseren Spuren nachfliegen: Einfach den Link kopieren und in Google Earth öffnen.
Museumsnacht
Wo ich an der Museumsnacht gewesen sei, wurde ich gefragt? Nun, zuerst habe ich gearbeitet. Und dann bin ich… Ach nein, das musst du schon selbst herausfinden. 😉
Lokaler sonniger Abschnitt
Im Oberland gebe es lokale sonnige Abschnitte, sagte der Nachrichtensprecher. Wir hatten Glück: Ein sonniger Abschnitt lag lokal über dem Skigebiet Wiriehorn. Und er dauerte den ganzen Skitag lang.
Frühlingsgefühle
Gadgets
Seit der Morgen graute, bin ich zurück in Bern. Auf speziellen Wunsch ergänze ich meinen Kurzartikel zu den Gadgets noch um zwei besonders prächtige Exemplare im Bild. Wie wäre es mit einem handlichen LCD-Fernsehgerät?
Zugegeben, dieses Ausstellungsstück von Sharp gibts nicht zu kaufen… Und wenn schon: Für ein Gadget dürfte es doch etwas teuer sein. Als Kontrapunkt sei hier noch ein äusserst handlicher Musikplayer gezeigt.
Doch, das Gerät ist wirklich so dünn wie auf dem Pressebild. Was darauf schlecht zu sehen ist: Die aufgesteckte Kopfhörerbuchse ist etwa dreimal dicker. Das Gerät sei „very stable“, sagte der Vertreter am Stand. Ansonsten gab er sich leider nicht allzu gesprächig. Und auch in der Medienmitteilung steht nicht viel mehr.
Dann nehme ich doch lieber einen anderen – etwa den Vibez von Trekstor, denn der spielt OGG-Dateien. Und die Betreuerin am Stand war gesprächiger.
Ausgehen
Ach, hätte ich früher gewusst, dass Ismail YK in Hannover auftritt und erst noch eine Female Dance Group mitbringt, hätte ich natürlich das Feierabendbier mit dem anderen Hospitality-Gast vertagt…
Cebit: Die Vorbereitungen
Der erste Hannover-Tag ist vorbei. Am Morgen reiste ich von der WG meines Hospitality-Gastgeber quer durch Hannover zum Messegelände, schrieb mich ein, versuchte im Pressezentrum einen Netzwerkzugang hinzukriegen, bereitete mich vor.
Am Mittag fand die Medienkonferenz der Bitkom statt. Der Branchenverband erwartet ein Wachstum des deutschen ITK-Markts von 2 Prozent – weniger als in den Vorjahren, aber mehr als die übrige Wirtschaft. Die Cebit sei – trotz der aktuellen Probleme wie wegbleibende Grossfirmen – weiterhin die Leitmesse der Branche. Damit sie aber konkurrenzfähig bleibe, brauche es fürs nächste Jahr Anpassungen. So fokussiere die Messe auf Fachpersonen. Ein Einbruch der Besucherzahlen sei dadurch nicht zu befürchten, da der Anteil des Fachpublikums bereits heute 85 Prozent ausmache. Sehr knapp war hingegen die Antwort auf die Frage, weshalb die Messe in diesem Jahr offenbar 50’000 Karten für unter einem Euro an Aussteller abgegeben habe und ob man damit den Anteil der Fachpersonen tatsächlich steigere. „Wir wollen die interessierten Laien an den drei Tagen, an denen am wenigsten Fachbesucher anwesend sind, nicht aussperren“, verteidigt Bitkom-Präsident Willi Berchtold schliesslich den Verkauf.
Am Nachmittag suchte ich Bilder für die BZ-Seite vom Freitag zusammen und übermittelte sie. Anschliessend spazierte ich übers Messegelände: Bei vielen Ständen wurde noch gesägt, geschliffen und poliert. Bei anderen wurden die Geräte installiert oder die Hostessen informiert. Die Stände scheinen in diesem Jahr eher klein zu sein. Richtig geprotzt wird bloss im Bereich der Videospiele und der Mobilkommunikation. Bei Letzerer fehlen aber wichtige Herstellerfirmen. In der Halle 27 stehen Palette und Lieferwagen: Die Halle, die erst vor wenigen Jahren vor allem wegen der Cebit gebaut worden ist, wird in diesem Jahr bloss als Lager genutzt.
Mitte Nachmittag stand die Logitech-Pressekonferenz auf dem Programm. Spannender als die Bekenntnisse zu Innovation und Design waren zwei Produkte: Mit dem Space Navigator navigiert man wie im dreidimensionalen Raum etwa durch Google Earth oder Second Life. Und die Squeezebox – Logitech hat deren Hersteller Ende letzten Jahres gekauft – bringt digitale Musik stilvoll und bequem ins Wohnzimmer.
Gleich anschliessend gings weiter zur Red-Hat-Pressekonferenz. Nach dem zweiten Filmchen hatte ich begriffen, dass „Red Hat Enterprise Linux 5“ die IT-Kosten für die Käufer massiv reduzieren kann, insbesondere wegen der Virtualisierung von anderen Systemen. Doch es gab noch viele weitere Filmchen und Reden. Spannend wurde es ganz am Schluss: Ein Redhat-Mitarbeiter hatte die einzige One Laptop per Child-Machine auf der Messe dabei und erklärt das Konzept und die Implementierung genau.
Am Abend war ich kurz am Begrüssungsfest von Creative Labs im Peppermint-Pavillon. Wo sich Belgien während der Weltausstellung präsentiert hatte, produziert heute Mousse T. Musik. Ihn habe ich aber nicht gesehen. Dafür zweifellos das eine oder andere von ihm produzierte Stück auf einem Zen-Musikplayer.
Und dann gehts ab ins Bett. Denn morgen beginnt die Messe offiziell.





