Das Reinheitsgebot

Die Deutschen brauen nach ihrem Reinheitsgebot. Die Franzosen backen nach einem. Das Baguette de Tradition Française, das ich gerade verspeist habe, hat mein Bäcker „in 4 Stunden 30 Minuten von Hand geknetet, aufgehen lassen und gebacken“, steht auf dem Brotsack. Es enthalte garantiert keine Zusatzstoffe. Und auf der Rückseite des Säckchens ist in einer leicht gekürten Fassung das Dekret abgedruckt, wie es der Premierminister, der Wirtschafts- und der Staatsminister, die Siegelgarde*, der Justizminister und der Agrar- und Fischereiminister am 13. September 1993 formuliert haben. Staubtrocken, könnte man sagen. Oder in bester Tradition Française.

* Wie übersetzt man die „Garde des Sceaux“?

Schöne Frauen? Starke Männer!

So, so, ihr habt euch heute Abend also alle schöne Frauen angeguckt? Ich nicht. Ich habe mich den starken Männern hingegeben. Da ich es versäumt hatte, vor dem Spiel die Rugby-Regeln zu studieren, habe ich halt geschaut wie eine Frau. Doch ich bin dabei nicht richtig warm geworden. Und die Franzosen haben erst noch verloren. So geht das. 😉

Hier noch ein Bild aus den Anfängen der Rugy-Weltmeisterschaft; heute lief der Grossbildschirm vor dem Hôtel de Ville leider nicht.

Rugby-Übertragung vor dem Hôtel de Ville

Die begehrte Frau

Der Louvre gehört mit einer Ausstellungsfläche von 60’000 Quadratmetern zu den grössten Museen der Welt. Und trotzdem drängeln sich alle vor einem Bild.

Die Schlange und die schöne Frau

Zugegeben: Dieses Foto entstand am letzten Sonntag, dem ersten im Monat. Und wie an jedem ersten Sonntag im Monat war der Eintritt in die Museen gratis.

P.s.: Weiss jemand, weshalb man im Louvre – auch mit Blitz – fotografieren darf? Ich dachte immer, das grelle Licht schade den Gemälden.

Schlange stehen

Eiffelturm

Die Herbstferien haben offenbar begonnen. Alle Städtereisende seien gewarnt: Die aktuelle Wartezeit vor dem Eiffelturm beträgt selbst abends um 19 Uhr noch 45 Minuten. Und ein Warnhinweis macht darauf aufmerksam, dass es auf der Plattform eng werden könnte.

Warteschlange vor dem Eiffelturm

Wir sind unten geblieben. Und wir haben uns vorgenommen, fortan vorab das etwas weniger touristische Paris zu besuchen. Hast du einen Tipp: Was sollten wir nicht verpassen?

Eine kleine Messe

Die Zeit der grossen Computer-Messen geht offensichtlich zu Ende: Die Apple Expo belegt bloss noch drei Viertel des Obergeschosses einer Messehalle. Mitten darin steht ein verhältnismässig bescheidener Stand des Unternehmens mit Macs, iPods und Software. Darum herum bieten Softwareschmieden und Zubehörhersteller ihre Produkte feil. Vorbei sind die Zeiten, als Apple Journalisten aus ganz Europa einfliegen liess, Steve Jobs persönlich die Eröffnungsrede schwang und abends am Empfang im Musée d’Orsay exquisite Häppchen serviert wurden. Und das ist auch gut so.

Deprimierend

Das Leben ist so schwer, dass man sich in Phantasien, die Arbeit oder in virtuelle Welten flüchten muss. Das führt einem der Film „L’Age des ténèbres“ so zynisch und repetitiv vor Augen, dass man bald einmal das Filmende herbei träumt. Das deprimierendste kommt aber erst nach der Vorstellung auf der Heimfahrt in der Metro. Schaut man dort etwas herum, beschleicht einen plötzlich das Gefühl: Der Filmemacher hat tatsächlich recht.