Kaufrausch

Die neue Jacke lag im Postfach: eine dunkelblaue „Helly-Hansen“-Jacke, Grösse L, „waterproof and breathable“, ersteigert für 60 Franken inklusive Porto. Ich zog die neue Jacke an, schulterte die Skis machte mich auf den Weg zum Ski+Velocenter.

„Schöne Skis“, sagte der Fachmann in der Werkstatt. Die beiden Löcher im Belag könne man flicken, die Kanten schleifen. Doch dann schaute er genauer hin. Und plötzlich sah alles anders aus: Die Skis seien gestaucht, sagte er. „Ich würde keinen Fünfliber mehr investieren.“ Das tat ich dann auch nicht. Stattdessen investierte ich 700 Franken in neue Skis: „Fischer“, 165 Zentimeter, mit hölzernem Kern, handgefertigt und zusammen mit meiner alten Hangel-Platte und den Salomon-Bindungen wahre Schwergewichte.

Jacke für nasse Tage "Fischer" am Ufer

Und da ich nun schon so heftig über die Stränge gehauen hatte, kaufte ich mir auch noch gleich eine BenQ DC E300, eine der billigsten Digitalkameras auf dem Markt, nicht viel besser als jene in den Handys, aber hoffentlich gut genug fürs Bild zum Blog-Eintrag.

Knipsomat zur Selbstdarstellung

Wie sich die drei im Skilager bewährt haben, werde ich in einer guten Woche zu erzählen wissen…

Auf den Kopf gefallen

Die Steine waren zu lang oder zu kurz. Das wäre ja noch gegangen. Es ist noch kein Curler vom Himmel gefallen. Aufs Eis aber schon: Plötzlich bin ich ausgerutscht und auf den Kopf geknallt – jawohl, mitten auf dem Feld, ein Schauspiel für alle Besucher des Restaurants. Sowas passiert doch normalerweise am Freitag, dem 13.

Das traurige Ende der Mandarine

Was unterscheidet eine Mandarine von einer Clementine? Die Kernen, sagt eine Kollegin. Die Mandarine habe, die Clementine kaum. Und weil niemand Kernen will, verschwänden die Mandarinen nach und nach aus den Läden. Clementinen seien eine Kreuzung aus Mandarine und Bitterorange, steht in der Wikipedia. Aus der Bitterorange, auch Pomeranze genannt, wird übrigens das Orangeat gemacht, über das sich nahe Familienangehörige Jahr für Jahr beim Knabbern an meinen Christstollen beklagen. Doch das nur nebenbei.

Die Clementine, die ich in Migros‘ Take-Away im Bahnhof zum stolzen Preis von einem Franken erworben zu haben glaubte, entpuppte sich unterwegs als Mandarine. Sie hatte Kernen. Oder besser: Sie hatte viele Kernen, in jedem Schnitz zwischen zwei und vier. Ein fruchtbares Früchtchen, ist man versucht zu loben: Es tat sein bestes, die Mandarinen vor dem Aussterben zu bewahren. Bloss provozierte es damit das Gegenteil. Ich jedenfalls werde in dieser Saison keine Mandarine mehr kaufen, seit mir sämtliche Pendler hartnäckig zuguckten, wie ich Kerne um Kerne aus dem Mund fischte. Einige grinsten sogar frech, etwa diese junge Pomeranze…

Stehfahrer

Der kaputte Velosattel ist triefend nass. Ein Plastiksackräuber hat den Migros-Sack geklaut, der den Sattel trocken halten sollte. Vor zwei Tagen hat einer am selben Ort – direkt vor dem Bahnhof – jenen von H&M mitlaufen lassen. Deshalb fahre ich nun im Stehen.

Die Rückführung (IV)

Was ich (fast alles) einmal (zumindest teilweise) gelesen habe:

    Guggenbühl: Unheimliche Fazination der Gewalt
    Lessing: Emilia Galotti
    Marx/Engels: Manifest der Kommunistischen Partei
    Mitford: Böse Gedanken einer englischen Lady
    Tiptopf
    Venetz: Die Bergpredigt
    Shakespeare: Sommernachtstraum
    Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (1992)
    Launer: Z.B. Erdöl
    Hrbek: General History of Africa
    Glauser: Matto regiert
    Walter: Herr Tourel
    Goethe: Wahlverwandtschaften
    The Earth Works Group: The Recycler’s Handbook
    The Earth Works Group: 50 simple things to save the Earth
    Mitten in einem Vers
    Pelshenke: Lehrer
    Dickens/Innocenti: Ein Weihnachtslied
    Schiller; Kabale und Liebe
    Königs Erläuterungen zu Andersch: Sansibar
    Musik auf der Oberstufe, Studienausgabe 2
    Bär: Geographie der Schweiz
    Burow: Zukunftswerkstatt in Schule und Unterricht
    Bopp: Tierkunde
    Ramuz: Grand peur dans la montagne
    Kiegeland: Fotolabor, mein Hobby
    Holz/Schlaf: Papa Hamlet
    Interpretationen: Romane des 20. Jahrhunderts (2)
    Ebner-Eschenbach: Das Gemeindekind
    Eichendorff: Das Marmorbild/ Schloss Dürande
    Hoffmann: Das Fräulein von Scuderi
    Nestroy: Der böse Geist Lumpazivagabundus
    Gentsch: Handschrift, Lehre, Pflege
    Das neue Testament
    Sieber: Z.B. Schule
    Hauptmann: Fuhrmann Henschel
    Rhue: Die Welle
    Frese: Spass mit Fototricks
    Arbeitstexte für den Unterricht: Geschichten vom Erwachsenwerden
    Hohler: Der neue Berg
    Anne Frank: Tagebuch
    Bader: Physik
    Wegmüller: Pflanzenkunde
    Balsac: Une passion dans le désert
    Sennlaub: Spass beim Schreiben
    Giesecke: Das Ende der Erziehung
    Heizmann: Tierkunde
    Kirchengesangsbuch
    Bärtschi: Opteyrx
    Schuphan: Chemiebuch
    Horvat: Geschichten aus dem Wiener Wald
    Friel: The Communication Cord
    Wolf: Mathematik 6. Schuljahr
    Killy: Deutscher Kitsch
    Königs Erläuterungen zu Lessing: Emilia Galotti
    Ludwig: Der neue Tourismus
    Gfr. Schreiber: Wir singen (Soldatengesangsbuch)
    Tommen: Taschenatlas der Schweiz
    Prokop: Detektiv Pinky
    Heuermann: Grundwissen Technik
    Begag: Béni ou le Paradis Privé
    Potok: My name is Asher Lev
    Craven: I heard the owl
    Tournier: L›aire du Muguet
    Weiss: Concerto Classico
    Aichele: Was blüt denn da?
    Jonas: Das Prinzip Verantwortung
    Roth: Kapuzinergruft
    Bichsel: Eigentlich möchte Frau Blum den Milchmann kennenlernen
    Andersch: Sansibar oder der letzte Grund
    Hauptmann: Rose Bernd
    Lenz: Deutschstunde
    Bichsel: Geschichten zur falschen Zeit
    Grass: Katz und Maus
    Fontane: Irrungen, Wirrungen
    Gotthelf: Die Wassernot im Emmental
    Bichsel: Des Schweizers Schweiz
    Moravec: Mind Children
    Kelfe: Tiere leicht bestimmt
    Arni: Elementare Bindungslehre 1
    Arni: Elementare Bindungslehre 2
    Baillet: Freinet praktisch
    Zeltner: Mut zur Erziehung

All diese Bücher lagen gut eingepackt in einer Archivierungskiste im Keller. Als das Wasser kam, sind sie trotzdem ersoffen.

Qualität

Die SBB versuchen in einer Umfrage abzukären, wie ihre Website besser gestaltet werden kann. In ähnlichen Fällen helfe ich jeweils gerne mit – insbesondere, wenn ein netter Preis winkt. Einen Fernseher brauche ich aber nicht. Und manche Fehler müssten die SBB auch selbst entdecken…

SBB

Süchtig?

Der Prof geht in der Vorlesung eine Liste mit Fragen durch. Ich antworte still für mich und zähle mit. Und am Schluss scheint klar: Ich bin Internet süchtig.

Vielleicht ist alles nur halb so schlimm, rede ich mir beim Heimradeln ein. Vielleicht war der – bereits ziemlich angestaubte – Fragebogen auch etwas gar einfach gestrickt. Kaum zu Hause hänge ich mein Denkbrett an die Leitung und teste mich selbst. Was heraus gekommen ist? Ich bin nur ein ganz normaler Internet-Nutzer…

Abenteuer Linux

Linux sei ein sicheres Betriebssystem, sagte man mir vor dem Wechsel. Nie hätte ich aber von so frühzeitigen Warnungen zu träumen gewagt…

Ladestand

Apropos Akku: Will ich den neuen Akku meines Denkbretts laden, der im Multibay-Schacht steckt, muss ich bloss den alten entfernen. So einfach geht das unter Linux.

Ein Update

Sorry, hier ist es etwas lange still geblieben. Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen war ich etwas mit der Nachbereitung des Segellagers beschäftigt, etwa mit dem Aufbereiten von Fotos wie diesem, das die Bucht bei La Seyne-sur-Mer zeigt, wo wir segelten – bzw. mangels Wind Herbstsonne tankten:

Sicht auf La Seyne-sur-Mer

Zum anderen gab es in letzter Zeit etwas Probleme mit dem Umfang – nein, nicht mit dem persönlichen, sondern mit jenem der Zeitung: Einige Male gab es dort keinen Platz für meine Kolumne „Weblog“. Doch das soll jetzt wieder besser werden – ein bisschen jedenfalls: Das „Weblog“ soll in den kommenden Monaten alle 14 Tage erscheinen. Und entsprechend gibts hier wieder mehr Updates.

Erschienen ist hingegen ein Interview mit Roger Frei, dem Geschäftsführer von Sony Computer Entertainment Schweiz (12.9., online nicht verfügbar). Als Schlusspunkt unserer Zähringer-Serie wurde meine Reisereportage aus St. Peter veröffentlicht (16.9.). Zudem ist ein Interview mit Tom Holmes zum Exergame Eye Toy Kinetic (26.9.) erschienen, zwei Seiten zu neuen Geräten in der „Oktober“-Beilage von BZ und Bund (27.9. online nicht verfügbar), ein kurzer Text zu den WCG-Ausscheidungen (3.10.), und ein Artikel zu Apples neuen Produkten (14.10.). Am letzten Sonntag hielt ich ein kurzes Referat zum Thema Weblogs bei der Nutzergruppe ST-Anwender Bern.

Apropos Update: Mein Denkbrett läuft nun unter der neusten Version der Linux-Distribution Ubuntu. Sie heisst Breezy Badger. Oder zu deutsch: Faulpelz.

Herzliche Gratulation, "Echo"

Ab dem Dienstag passt das „Echo der Zeit“ in die Hosentasche. Dann können die Beiträge des ältesten Nachrichtenmagazins des Schweizer Radios als Podcast herunter geladen werden, wie auf der DRS-Website zu lesen ist. Super, so verpasse ich die Sendung nicht mehr. Und so muss ich mich nicht mehr mit meinen Realplayer-Linux-Problemen herumschlagen. Herzliche Gratulation, liebes „Echo“ – zu diesen Neuerungen und zu deinem sechzigsten Geburtstag.